Persönliche Budgetplanung leicht gemacht

Hier ein paar Euro, da ein neues Online-Abo und dort ein Kaffee in die Hand – und bald ist immer weniger Geld am Konto und Du hast eigentlich keine Ahnung, wo das Geld hingekommen ist.

Du willst mehr Kontrolle über Deine Finanzen? Dann erstell einen Budgetplan und halte Dich einige Monate daran. Du wist erstaunt sein, welchen Unterschied es macht. Wir zeigen Dir, wie Du Deine persönlichen Budgetplanung erstellst und damit arbeitest.

Warum solltest Du eine persönliche Budgetplanung machen?

Mit einem Budgetplan bekommst Du einen Überblick, wohin Dein Geld fließen soll und bei der Auswertung dann auch, wohin es tatsächlich geflossen ist. Der Plan zeigt Dir also einen Weg vor, wie Du Dich Deinen finanziellen Zielen nähern kannst.

Nimm Dein Budget als Leitfaden für Deine Finanzen und als Barometer. Wenn Du beginnst, die Ausgaben in einem Bereich zu überschreiten, weißt Du, dass Du hier kürzertreten solltest.

Los geht´s: Mache Deine persönliche Budgetplanung

1. Verschaffe Dir einen Überblick über Deine Einnahmen und Ausgaben

Um einen sinnvollen Budgetplan zu erstellen, muss Du zunächst wissen, woher Dein Geld kommt und wohin es fließt.

Erstelle also eine Übersicht über alle Deine Einnahmen und Anschließend schaue Dir Deine Ausgaben an. Dazu gehören Dinge wie

  • die monatlichen Hypothekenzahlungen bzw. Miete
  • Kosten für das Auto
  • Nebenkosten
  • Versicherungen
  • Lebensmittel
  • und vieles mehr

Markiere anschließend, welche Kosten Fixkosten sind und welche Kosten flexibel sind. Vermutlich ist es im ersten Schritt einfacher bei den flexiblen Kosten etwas zu ändern, während es bei den Fixkosten länger dauert, aber dafür sehr nachhaltig ist.

2. Lege ein Ziel ist. Was willst Du erreichen?

Bevor Du einen Plan erstellest, überlege Dir zunächst, warum Du diese Planung machen willst und was Du damit erreichen willst. Sparst Du auf etwas Besonderes? Willst Du Deine Altersvorsorge verbessern? Schreibe es auf.

Hier zwei Beispiele, wie Du Deine Einnahmen im Budgetplan aufteilen kannst:

Ein solides Ziel : Die 70/15/15-Regel

Wenn Du diese Regel anwendest, bist Du bereits auf einem guten Weg und legst mehr zurück als die meisten Menschen:

  • 70 Prozent des Einkommens für die Lebenshaltung, dabei sollten nicht mehr als ein Drittel des verfügbaren Einkommens für das Wohnen veranschlagt werden.
  • 15 Prozent für die Rückzahlung von Krediten und das Investieren.
  • 15 Prozent für Freizeit und Genuss.

Ein ambitioniertes Ziel: Die 50/30/20-Regel

Diese Regel hilft Dir Deine Ziele schneller zu erreichen, auch wenn sie für viele im ersten Moment sicher unerreichbar ist. Aber Ziele dürfen auch eine Herausforderung sein. Was besagt diese Regel also? Es geht um die Aufteilung Deiner Einnahmen. Idealweise solltest Du Dein Geld so aufteilen:

  • 50 Prozent der Einnahmen für die Lebenshaltungskosten wie Miete, Lebensmittel und Co., eben alles was Du im Alltag brauchst.
  • 30 Prozent Deines Einkommens für die Rückzahlung von Krediten, Investition und Sparen
  • 20 Prozent Deines Einkommens für Freizeit und Sonderausgaben, wie Urlaub, Möbel und was Du Dir sonst gönnst, um das Leben angenehmer zu machen.

Da Du im ersten Schritt eine Bestandsaufnahme gemacht hast, kannst Du nun ausrechnen, wie viel Du pro Kategorie ausgeben kannst bzw. wie hoch Dein Einkommen sein müsste.

Aufteilung des Budgets in verschiedene Kategorien

Unabhängig davon, ob Du eine der vorgestellten Regeln anwenden willst, oder eine andere Aufteilung vornimmst: Bestimmte nun, wie viel Prozent des Einkommens in jede Kategorie fließen soll.

Am besten unterteilst Du die Lebenshaltungskosten in weitere Unterkategorien, z.B.:

  • Wohnen
  • Lebensmittel
  • Drogerie
  • Kinder
  • Kleidung

Um über die einzelnen Ausgaben einen Überblick zu bekommen, führst Du am besten ein Haushaltsbuch*. Ob online in einer App oder klassisch als Buch bzw. Heft ist dabei egal. Hauptsache Du weißt am Monatsende, wohin das Geld gegangen ist.

 3. Budgetverteilung prüfen und anpassen

Nun hast Du eine Übersicht über Deine Einnahmen und Ausgaben und einen Plan, wie Du diese zukünftig verteilen willst. Schau Dir alle Bereiche nun einmal kritisch an. Erscheinen irgendwelche Kategorien unverhältnismäßig hoch? Gibst Du in einem Bereich, der Dir eigentlich gar nicht so wichtig ist, mehr aus als Du willst? Was passt wirklich zu Deinem Leben? Nimm Dir also etwas Zeit und mache den Plan für Dich passend.  

4. Es geht weiter: Budgetplanung ist ein laufender Prozess

Fertig? Leider nicht ganz. Ein Budgetplan wird nicht einmal erstellt und ist dann für alle Zeiten in Stein gemeißelt. Schau also die ersten Monate, wie Du damit zurechtkommst, und passe Deinen Plan regelmäßig an Deine aktuelle Situation an. Schreibe Dir dafür beispielsweise jedes halbe Jahr einen Serientermin in Deinem Kalender.

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